Kaffeehaus Bad Doberan

Hier trifft man sich zum Schnacken

Herr H. Klink´s Vorwürfe gegen den Bürgermeister

Ich bin nach Erscheinen des Interviews in der OZ (Klink Polzin OZ 15-08-2011) gefragt worden, wie ich zu den Vorwürfen stehe. Warum wir Stadtvertreter nicht offensiver juristisch gegen den Bürgermeister vorgehen, wenn wir der Meinung sind, es würde rechtswidrig gehandelt. Ich habe auch einen Leserbrief zu einem Leserbrief geschrieben. Hier eine ausführlichere Antwort:

Die Interpretation ist richtig: Ich halte mich aus der Bewertung und Beurteilung der Klink´schen Vorwürfe raus. Gefühlsmäßig stimme ich Herrn Klink in einigen Punkten zu, in anderen ist auch mein Rechtsempfinden identisch (700 T€-Aufschub, 90 T€-Vergleich). Aber ich bin kein Jurist. Wenn Sie mich fragen würden, ob eine bestimmte Düngungsmassnahme Sinn macht, wüsste ich mir zu helfen. Im vorliegenden Fall aber bin ich Laie. Und deshalb bin ich auf die Ergebnisse der Kommunalaufsicht angewiesen, genau wie Herr Klink und andere wissbegierige und kritische Stadtvertreter. Und da ist es eine Schande, wenn das so lange dauert bei der Kommunalaufsicht, immerhin jetzt 16 Monate. Und es ist eine Schande, wenn Herr Leuchert nicht öffentlich erkennen lässt, ob ihm an der Klärung der Sache gelegen ist. Still ruht der Leuchert. Siehe dazu auch einen Brief an Herrn Leuchert.

Ja, es ist eine Unterstellung, dass Herr Leuchert verzögert. Belege dafür wird es nicht geben – auch ich wüsste das zu organisieren. Aber ich vermute, dass keinem SPDist vor der Wahl wirklich an einer endgültigen Klärung der Sachverhalte um den derzeitigen DBR-Bürgermeister gelegen ist. Zu viele Fehler in zu kurzer Zeit schaden der SPD im Doberaner Umfeld. Deshalb wird besser eine Decke des Schweigens drüber gelegt. Aber meine Stimme als Doberaner bekäme Herr Leuchert selbst dann nicht, wenn ich SPDist wäre. Kungelei schadet nämlich immer der Allgemeinheit und nutzt den wenigen, die sich dadurch über die Zeit eine auskömmliche Versorgung organisiert haben.

Zum Schluss: Es ist die Art und Weise, wie einige unserer Lokal- und Regionalpolitiker mit uns Bürgern umgehen. Machtgewohnt und amtsmüde sind sie in meinen Augen. Und trotzdem (oder deshalb?) mit der festen Absicht, den gepolsterten Warteplatz bis zum vollständigen Pensionsanspruch zu ergattern. Diese Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber dem Bürger treibt mir den Ärger ins Gesicht.

Ein neuer Anfang (nach der Wahl) mit neuen Verantwortlichen (Landrat, Bürgermeister) in neuen Strukturen (Kreis) gäbe Anlass zu Veränderungen. siehe auch hier

Mi, August 17 2011 » Bürgermeister, Politik, Stadtvertreter, Wahl

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